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Bolivien II – Alle Farben

23.11. – 30.11.2016

Als besondere Herausforderung stellt sich in Bolivien das Tanken dar. Tankstellen haben in Bolivien oft keinen Sprit oder dürfen einfach nichts an Ausländer verkaufen. Sind beide Hürden überwunden, geht es um die Preisverhandlung. Ist eine Kamera installiert oder der Chef vor Ort, ist der dreifache Preis fällig. Dann hilft alles nichts und die nächste Tankstelle muss gesucht werden. Wenn die Schlange kilometerlang ist, Sprit da, Chef weg, wird gefeilscht und meist trifft man sich dann in der Mitte. In einem kleinen Nest hatten wir Glück und fanden wir bei einem Lebensmittelgeschäft Diesel zum Sonderpreis. 100 Liter in kleinen Kanistern –  Thorben hatte ordentlich zu schleppen und es dauerte eine ganze Weile bis der Kraftstoff den Besitzer gewechselt hatte – aber den Spass war es uns wert.

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Bolivien litt während unseres Aufenthaltes unter einer extremen Wasserknappheit – selbst in La Paz wurden wir von der Wäscherei wegen Wassermangels wieder weggeschickt. Einen Campingplatz, geschweige denn eine Dusche zu finden, war nahezu unmöglich. Da grenzte es fast an ein Wunder, als wir nahe Potosi ein grosses, gefülltes Schwimmbad entdeckten. Die vergangenen Tage zwischen Staub und Schotter in Bolivien hatten auf Haut und Haar deutlich seine Spuren hinterlassen, vor allem bei unserem Krabbelkind. Für einen Spottpreis buchten wir uns eine private Spa-Landschaft. Die Ausstattung war sehr rustikal, in Anbetracht der Umstände die in dem Land herrschten, betrachteten wir das Ganze trotz allem als puren Luxus.

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Wir verliessen die Hauptroute, fuhren an Geisterdörfern und grasenden Lamas vorbei,  über zum Teil mit Sand bedeckte Strassen, die die Stürme verweht hatten. Stundenlang ging es geradeaus ohne einer Menschenseele zu begegnen.

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Beim riesigen Meteoritenkrater Tambo Tambillo, in dem sich mittendrin ein kleiner Salzsee platziert hat, erhielten wir bei einem Spaziergang einen kleinen Vorgeschmack auf unser nächstes Ziel.

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 Zurück auf der Strasse endete der Asphalt und die Ruckelpiste begann. Mitten durch schroffe Berge, vorbei an unzähligen Vulkanen, erwarteten wir aufgeregt, endlich den grossen Salzsee zu erblicken. 

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Als sich breiter weisser Streifen am Horizont mit den Aufgrund der Höhe relativ tief hängen weissen Wolken vermischte, war es soweit. Vor uns leuchtete es strahlend hell auf. Das 12.000 Quadratkilometer große, vor Jahrmillionen ausgetrocknete Binnenmeer und Traum eines jeden Overlanders: Der Salar de Uyuni. Der grösste Salzsee der Welt.

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 Der Einstieg auf den Salar ist nicht ausgeschildert. Ein breiter aufgeschütteter Damm wies uns die sichere Auffahrt und wir mussten uns schonmal keine Sorgen machen einzubrechen –  denn die Uferzonen sind meist wässrig und sumpfig.

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Sonnenbrillen wurden ausgepackt, Thorben krabbelte auf den Kindersitz – um noch ans Gaspedal zu kommen –  und Romy lenkte uns die ersten 30 Kilometer über die Salzpiste. Eine mehr als surreale Erfahrung. Nicht nur weil eine 3–jährige den LKW bei bis zu 60 Kilometern pro Stunde steuerte.

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Das Salz, ein Überbleibsel von Abermilliarden toter Schalentiere, die einst dieses Meer bevölkerten, bildet heute eine spiegelglatte, scheinbar unendliche weisse Oberfläche, die sich aus circa 1×1 Meter grossen Waben zusammensetzen.

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Entgegenkommende Fahrzeuge wirkten auf weite Ferne wie Ufos: Näherten wir uns einer der vielen kleinen schwarzen Inselchen, tauchen diese wie riesige Raumschiffe auf.

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Bei dem ganzen Spass war trotzdem Vorsicht angebracht. Vor den vielen Ojos – kleine Wasserlöcher, in die man einbrechen kann und besonders an den Rändern der Inseln. Diese Bereiche sind nicht fest und schneller als einem lieb ist, versenkt man das Fahrzeug.

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Die schönste aller Inseln ist die Isla Incuahuasi. Bestehend aus versteinerten Korallen und von riesigen, teilweise blühenden Kakteen bevölkert, zwischen denen wir auf schroffen Felsen emporkletterten und zur Belohnung fantastische Ausblicke auf den Salar ernteten.

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Die Nacht verbrachten wir dicht an eine einsame kleine Insel geschmiegt, um dem heftigen Wind zu entgehen. Sobald die Sonne unterging wurde es bitterkalt und das Salz verwandelte sich beim ersten Blick in eine Schneeschicht. Ein wenig unwohl war es mir schon dabei zu wissen, dass es unter uns 120 Meter tief hinab ging und die Salzdecke nur wenige Zentimeter dick ist.

Am nächsten Morgen war Baby Levi mit Fahren dran. Gemeinsam steuerten wir ins Zentrum des Salars, weitab von den Inseln oder den Bergen des Festlandes für das obligatorische Fotoshooting.

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Der Salar besteht aus zehn Milliarden Tonnen gleissend hellem Kristall und reflektiert das Licht auf ganz besondere Weise. Die endlose Weite, fehlende optische Tiefe machen möglich, den Sinnen einen Streich zu spielen:

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Nach 2 herrlichen Tagen umgeben vom Nichts, passieren wir das riesige Dakar-Monument. Nur einen Monat später, Anfang Januar zur Rallye Dakar, ist hier die Hölle los.

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Nebenan statten wir dem Salzhotel einen Besuch ab. Hier ist wirklich alles komplett aus Salz gebaut: Salzziegel als Wände, dicke Salzblöcke als Mobiliar und auf dem Boden eine dicke Salzschicht.

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Da die Orientierung auf der Salzfläche nicht ganz einfach ist, fuhren wir nach Referenzpunkten und natürlich gab das Navigationsgerät die Richtung grob vor. Wir kamen am Ostrand des Sees an, fanden jedoch keinen Damm um an das Ufer zu fahren. Wir drehten einige Ehrenrunden, rollten in das Salzabbaugebiet hinein, in dem unzählige weisse Pyramiden aus dem feuchten Boden wuchsen. Nach einer bangen Ewigkeit schafften wir es schliesslich, einen Ausgang zu finden und hatten wieder festen Boden unter den Reifen.

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Kurz vor Uyuni trafen wir auf eine Gruppe bolivianischer Halbstarker an, die Ihr Fahrzeug im Strassenrand versenkt hatten. Der Frosch gab sein Bestes und kurze Zeit später war das Auto wieder auf der Strasse. Dort wurden die Kabel kurzgeschlossen und wie auf der Flucht verschwanden sie im Nirgendwo.

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Uns führte der nächste Weg direkt zur Autowäsche um die dicke weisse Salzkruste schnellstmöglich wieder entfernen zu lassen. Hier war von Wassermangel keine Spur und die angegliederte Wäscherei nahm sich zeitgleich unserer Schmutzwäsche an, während wir das nahe gelegene Örtchen Uyuni besuchten.

Che Guevara wird selbst im Umfeld seines Todesortes wie ein religiöser Heiliger verehrt.

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Wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt der Eisenbahnfriedhof Cemeterio de los Trenes und gilt als grösster Eisenbahnfriedhof der Welt. Ehemals transportierten die Züge unter anderem die Metalle wie Kupfer, Silber und Gold aus den Minen im Landesinneren, wurden durch den Bau der Versorgungsstrassen nicht mehr benötigt und stillgelegt und dem Verfall preisgegeben. Insgesamt befinden sich rund 100 Lokomotiven auf dem Friedhof. Viele davon wurden mit Grafittis versehen und dienten als Ersatzteillager für Altmetall. Und genau das macht den Reiz aus.

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Wir statteten Uyuni einen erneuten Besuch ab, bevor wir uns auf das grösste Abenteuer der Reise begaben: Die Ruta de las Joyas altoandinas. Die berühmteste Hochlandstrasse der Welt im äussersten Südwesten von Bolivien. Die Vorräte wurden aufgestockt, der Laster gecheckt und dann sagten wir der Zivilisation und dem Asphalt auf Wiedersehen. Über 500 Kilometer gibt es weder eine menschliche Behausung noch wirklich existieren Strassen. Und genau dies, gepaart mit der Anden-Landschaft, macht die Lagunenroute für alle Reisenden mit einem geländegängigen Fahrzeug zum Abenteuer.  Ganz so einsam war es dann aber doch nicht, Herden von Lamas zogen umher, und Romy sammelte einen einsamen „Dinosaurier“ als Reisegefährten ein, der uns die gesamte Strecke begleitete.

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Eine vorgegebene Strecke durch das REA-Reservat gibt es nicht, man hat sozusagen freie Fahrt. Dank GPS-Peilung orientieren wir uns grob und wechselten je nach Zustand der zum Teil üblen Piste die Spuren. Kontinuierlich windet sich die Strecke durch den Altiplano weiter nach oben, bis wir uns zwischen 4.000 und 5.000 Metern einpendelten.

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Hier wächst nichts mehr, nur vertrocknete Grasbüschel weit und breit, die den Vikunjas als Nahrungsquelle dienen und sich mit grossen Sprüngen vor uns in Sicherheit brachten. Rechts und links ragen die Anden in die Höhe. Verstummte der Motor, war es totenstill. Einsamer geht es nicht.

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Teilweise ging es nur im ersten oder zweiten Gang, ohne oder mit Allrad machbar, manchmal mit rasanter Durchschnittsgeschwindigkeit um über das Wellblech zu fliegen oder über die Sanddünen zu springen. Bei den vielen Fotostopps traf mich regelmässig der Schlag. Die Kinder waren nach kurzer Zeit wieder eingestaubt, Levi hatte unentwegt die Lamaköttel in den Fingern, und wenn ich nach hinten in den Koffer kletterte war nichts, aber auch rein gar nichts mehr an seinem Platz. Alle sonst bombenfesten Verschlüsse der Regale waren offen und ich watete durch ein Chaos aus Spielzeug, Kleidung, Geschirr und Essen, eingedeckt von einer feinen Staubschicht. Die Landschaft machte jedoch alles wett und belohnte uns mit Bildern, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben und uns in den kühnsten Träumen nicht hätten ausmalen können. Immer wieder tun sich in der Hochebene, umrahmt von 6.000 Meter hohen Bergen und Vulkanen, Lagunen auf, die aneinandergereiht unseren Weg säumten. Je nach Lieblingsfarbe ist für jeden etwas dabei.

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 Wenn man denkt, schöner geht nicht mehr, wird man eines besseren belehrt. Spätestens an der auf 4.280 Metern Höhe gelegene Laguna Colorada blieb uns die Spucke weg. Zu Füssen des Vulkan Cerro Pabellon, knallig rot und in ständigem Wechsel der Farbe und Intensität je nach Tageszeit. Und als Farbtupfer mittendrin hunderte von leuchtend pinken Flamingos.
Ihre intensive Farbe erhält sie auf Grund des hohen Mineralstoffgehaltes, welches sich im Wasser befindet. Das Ufer säumen gelbe Grasbüschel, weiss schimmern die Salzflächen und der Himmel leuchtet blau mit weissen Wölkchen –  die Farbenpracht ist faszinierend, regelrecht unwirklich.

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3 verschiedene Arten der Andenflamingos haben hier ihre Heimat und sind den ganzen Tag damit beschäftigt, in dem nur 45 Zentimeter tiefen Wasser Nahrung zu finden.

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Trotz der gnadenlos vom Himmel brennenden Sonne war es eisig kalt und der Wind nahm immer mehr zu. Wir konnten uns kaum noch auf den Beinen halten und verzogen uns zum aufwärmen in den Laster um das Spektakel vom Fenster aus zu beobachten. Mit Einbruch der Dunkelheit schaukelte uns der Frosch in Richtung Seekrankheit und zum Türe öffnen brauchte es vereinte Kräfte.

Punkt neun Uhr abends ließ der Wind nach, die Eiseskälte jedoch blieb. Wir taten es den Flamingos gleich, und kuschelten uns im Frosch zusammen.

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Wider Erwarten  sprang unser Frosch am nächsten Morgen nach einigen Minuten orgeln wieder an. Temperaturen im Nullbereich und der geringe Sauerstoffgehalt in der Luft sind für jeden Motor eine Qual. Wie zum Protest quillt ab 2.000 Höhenmetern nur noch pechschwarzer Qualm aus dem Auspuff.

Wir folgen einer der vielen Pisten, kamen immer Höher, bis das Navigationsgerät stolze 5.032 Meter anzeigte – den bisher höchsten Punkt unserer Reise.
Inmitten vom Nirgendwo zwischen Bergen und Geröll sperrt eine Schranke den Weg ab, dahinter stehen einige wenige Häuser. Ein2es davon ist der Zoll. Dort sitzt ein einsamer Beamter, der in seinem Leben garantiert keinen Burnout erleidet. Das Importpapier wechselte den Besitzer, der Laster erhielt den Stempel „Ausfuhr“. Erst 80 Kilometer weiter befindet sich die Migration für Personen. Warum sich das Zollgebäude derart weit abgelegen befindet, weiss kein Mensch. Man kann nur froh sein es zu wissen, bevor man am Grenzübergang zu Chile steht und von dort 80 Kilometer zurückgeschickt wird.

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Einen Steinwurf entfernt liegen das Hochthermalgebiet Sol de Manana. Schon von weiten sieht man den weissen Rauch bis zu 50 Meter hoch emporsteigen. Aufgrund der Höhe von 4.990 Metern herrscht hier konstante vulkanische Aktivität –  die Geysire wabern, und in unzähligen Tümpeln kocht Schlamm und dicke Blasen zerplatzen an der Oberfläche. Das ganze Gebiet ist frei zugänglich, keinerlei Schilder oder Absperrungen warnen vor Gefahren oder hindern uns daran, bis wenige Meter nah an das Spektakel zu fahren. Nach nur kurzer Zeit waren unsere Nasen überfordert, der Schwefelgeruch kaum auszuhalten, und wir zogen weiter.

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Den nächsten Stopp machten wir auf 4.815 Metern an den 40 Grad heissen Quellen. Ein Pool zu Füssen eines kleinen Salzsees, auf dem der Wind das Weiß tanzen liess.

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Die Berge wurden farbiger, von Rostrot bis Grün

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und vereinzelt ragten wie aus dem Nichts grosse Felsen und Lavabrocken den Sanddünen, wie aus einem Gemälde des Salvador Dali entsprungen.

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Der Stratovulkan Licancabur mit seinen 5.916 Metern rückte immer näher, und die zu dessen Fusse liegende hellblau leuchtende Laguna Verde schimmerte schon von weitem am Horizont über die staubigen Flächen.

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Hinter dem Vulkan liegt bereits Chile, und die restliche Strecke wird gerne von Drogenschmugglern genutzt. Der eisige Wind war auch nicht gerade einladend, um den Tag ausklingen zu lassen. Sehnsüchtig rasten wir auf den nahegelegenen Grenzposten zu, um endlich wieder Asphalt zu spüren und im tiefer gelegenen San Pedro de Atacama dicke Luft zu atmen. In einem kleinen Steinhaus mit löchrigem Dach wickelten wir in wenigen Minuten die Ausreise ab, und nachdem eine kleine inoffizielle Grenzgebühr den Besitzer wechselte, ging für uns die Schranke nach oben in Richtung Chile. Kurz bleiben wir noch stehen, blicken schweigend zurück auf die karge, aber auch grandiose Landschaft, bevor wir glücklich in eine andere Welt rollten.

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Bolivien – das ärmste Land Südamerikas, mit dem höchsten Anteil an indigener Bevölkerung. Die Kernregion, das Andenhochland, befindet sich in extremen Höhen von durchschnittlich 4.000 Metern. Tagsüber brennt die Sonne gnadenlos vom Himmel und Nachts ist es bitter kalt. Die Luft ist dünn. Nur ein geringer Teil der Strassen sind asphaltiert, der Rest sind abenteuerliche Pisten, die das Material aufs äusserste Belasten die den Geist des Reisenden beflügeln. Kein Land war so anstrengend zu bereisen, hat uns so viel abverlangt. Die Versorgung ist dürftig und mühselig, gemütliche Stellplätze nicht vorhanden. Und trotzdem, denken wir zurück an dieses Land, leuchten unsere Augen und unsere Herzen hüpfen vor Freude.

Bolivien ist ein Abenteuerland –  eins der letzten echten! Hasta Luego!

 

 

 

 

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