Paraguay – Im Land der roten Erde

07.04. – 21.04.2017

Touristisch kaum erschlossen liegt das kleine Binnenland Paraguay im Herzen Südamerikas. Zwischen Bolivien, Argentinien und Brasilien, die mit spektakulären Attraktionen zum entdecken einladen. Große Highlights sind in Paraguay nicht zu finden. Kein Meer, keine markanten Gebirgszüge, kaum imposante Sehenswürdigkeiten. Und trotzdem, oder gerade deswegen ein Grund für uns, das Land zu bereisen.

Auf den letzten Metern brasilianischen Bodens stockte der Verkehr und hektische Betriebsamkeit lag in der Luft. Unzählige Plakate werben für das Einkaufsparadies Paraguay und lockt die Brasilianer zum Shoppen von Schmuggelware zum Dumpingpreisen. Es war Samstag und der Grenzübergang glich einem Taubenschlag. Um den Massen Herr zu werden, ist für Tagesübertritte keine Registration von Nöten. Ohne den Laster zu verlassen erhielten wir die Ausreise gestempelt, für die Fahrzeugpapiere musste ich mir einen Wolf rennen und lebensmüde zwischen den Massen passierender Autos und Motorrädern umherspringen. Keiner der Beamten wusste, wo sich der Zoll befindet. Jeder schickte mich in einen anderen Winkel des Geländes. Kurz bevor ich aufgeben wollte, stellte sich die vermeintliche Toilettenfrau eines kleinen, zwischen den großen Abfertigungshallen befindlichen Container als Zuständige heraus. Read More


Aus dem Dschungel in den Dschungel – Der Nordosten Argentiniens

15.03. – 30.03.2017

Argentinien ist vor allem für sein gutes Fleisch bekannt – und irgendwo muss es ja auch herkommen. Genau hier ist das Zentrum der Rinderzucht mit den besten Voraussetzungen: Der fruchtbare Boden und die weite, saftige Graslandschaft eignen sich hervorragend um das Rind glücklich zu machen. Nichtsahnend, dass sie bald für das nächste Asado vorgesehen sind. Read More


Tierische Tage in der Pampa – Chile & Ostküste Argentinien

26.02. – 15.03.2017

Vor uns lag nun die große Pampa – ein knapp 3.500 Kilometer langes, großes Nichts.

Nur ein winziges Stück der Ostküste Südamerikas gehört zu Chile, und dieses hat eine Überraschung parat. Bereits in der Ferne kündigten sich Vulkankegel und weite, erkaltete Lavafelder an. Für einen kurzen Augenblick traute ich meinen Augen kaum. Die unwirkliche Vulkanlandschaft ist ein kleiner, unbekannter Nationalpark mit dem Namen Pali Aike und eignet sich hervorragend für ein paar schöne Wanderungen, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Ganz besonders gefiel uns der 2 Kilometer lange, nicht ganz ungefährliche Pfad mitten durch das dunkle, scharfkantige Lavagestein. Den Blick immer auf die Füße gerichtet um nicht zu stolpern oder auf die kleinen schwarzen Echsen zu treten, die hier zu Dutzenden anzutreffen sind. Die letzten 200 Meter forderten einiges an Geschicklichkeit um über immer grösser werdende Gesteinsbrocken zu klettern oder sich durch diese hindurch zu zwängen bis wir schliesslich inmitten eines dunklen schwarzen Trichters standen: Dem Krater des Escorial del Diabolo.

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Chile & Argentinien Feuerland – das Ende der Welt

14.02. – 26.02.2017

Magellan taufte das Gebiet nach den Rauchsäulen der Ureinwohner Feuerland – Tierra del Fuegos. Bis zum 19. Jahrhundert schlummerte die Insel eher still vor sich hin, bis europäische Einwanderer die Steppen für die Schafzucht entdeckten und zudem auch noch Gold fanden. Heute ist es vor allem ein Traumziel vieler Reisenden: Das Ende der Welt. Die sonst so windumtoste Magellanstrasse zeigte sich von ihrer ruhigen Seite und die Fähre beförderte uns in kürzester Zeit leicht schaukelnd zum südlichsten Punkt der Erde, der nicht vom ewigen Eis überlagert ist … Read More


Patagonien II: Märchenwelt aus Felsen und Eis | Argentinien & Chile

23.01. – 14.02.2017

Nach vielen sonnigen Tagen in Chile lernten wir das patagonische Wetter von seiner rauen Seite kennen – statt 30 Grad und Sonnenschein strömender Regen und ein eiskalter Wind. Einmal nicht aufgepasst, schon riss es mir beim verlassen des Führerhauses die Tür aus der Hand. Abgebremst durch den Blinker, der mit einem lauten Krachen auf den Boden bröselte. Hinter uns schützten die Berge vor den Böen, vor uns lag nun die Pampa und der Wind würde unser stetiger Begleiter sein.

Wir verschnürten die Türen mit dem Fahrerhäuschen um keine bösen Überraschungen mehr beim Aussteigen zu erleben. Für die Tür des Koffers mussten wir noch ein wenig Gefühl entwickeln: Viel Kraft, damit sie überhaupt aufging, ab 45 Grad den Schiebemechanismus in Zugkraft umwandeln, um nicht mit dem Griff in der Hand aus dem Laster zu fallen. Ist parallel dazu noch ein Fenster geöffnet, sorgt der entstandene Durchzug dafür, das alles, aber auch wirklich alles herumliegende in Sekundenschnelle herausgesaugt wird. Da erwiesen sich dann die Zäune als äusserst hilfreich, dort kann dann wieder aufgesammelt werden. Read More


Chile – Wildes Patagonien I: Entlang der Carretera Austral

04.01. – 23.01.2017

Patagonien – eine Region der Superlative: Stille, Einsamkeit, einzigartige Natur mit rauem Charme.
Während Levi, Romy und ich noch friedlich im Bett schlummerten, hatte Thorben bereits um 4 Uhr morgens einen Job zu erledigen: den Frosch auf die Fähre fahren. Pünktlich zur Frühstückszeit erreichten wir mit Chaiten wieder das Festland, bereit für einen neuen Abschnitt der Reise.
„Quien se apura pierde tiempo – Wer sich beeilt, verliert Zeit“, nahmen wir uns zu Herzen und stiegen direkt vom Laster in einen ausrangierten Linienbus, der seinen Lebensabend als Café verbringt um uns mit feinstem Kuchen zu versorgen – ein Highlight für das verschnarchte Nest.
2008 begrub der Vulkan Chaiten den gleichnamigen Ort mit einer Lawine aus Schlamm, Steinen und und einer 15 Zentimeter hohen Ascheschicht. Nur das übersichtliche Zentrum wurde verschont und erholt sich sehr langsam von dem Unglück. Nach längerer Suche entdeckten wir den kleinen Supermarkt, der mehr Hochprozentiges als Essbares anbot, um die Vorräte für die nächsten 421 Kilometer bis nach Coyhaique, der einzigen Stadt an der gesamten Carretera Austral, zu füllen.

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Chile, das Seenland – Ein kleines Deutschland in Südamerika

22.12.2016 – 03.01.2017

Die Anden im Rücken, zukünftige Reisehöhe: Meeresniveau – dazu eine vierspurige Autobahn. Ergab in Kombination einen ungewohnt rasenden Frosch, der uns in nur einem Tag in den kleinen Süden von Chile beförderte.
Dort fühlten uns sofort heimisch. Es ist eine Gegend fast wie in Deutschland und man kann verstehen, dass viele Deutsche hierher ausgewandert sind. Frühlingswetter, bunte Blumen, grüne, saftige Wiesen, schwarz-weisse Kühe auf den Weiden, Werbeschilder für deutsche Agrarprodukte. In Deutschland zieht es uns ja eher in die Ferne, aber bei diesem Anblick kam nach über 1,5 Jahren in fremden Landschaften ein wenig Heimweh auf.
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Argentinien & Chile Norden II – Eispyramiden & Sternenzauber

12.12. – 22.12.2016

Unser Weg führte uns immer weiter an der Weinstraße entlang in Richtung Süden. Es wurde stetig heißer und staubiger – von den Trauben war bald keine Spur mehr. Dafür empfingen uns erneut die Anden mit ihren schneeweißen Bergrücken. Das einzige Lebenszeichen: Ein grüner Froschlaster, der einsam über die Ruta 40 rollte. Read More


Chile & Argentinien Norden I – Wüste und Wein

30.11. – 11.12.2016

Nahtlos geht Bolivien in Chile über. Keine natürliche Grenze trennt die beiden Länder voneinander, nur der willkürlich gezogenen Grenzstrich und mittendrin der mächtige Vulkan Licancabur. Wie von einem Vollwaschgang mit Staub und anschliessender Schleuderung mit Schotter standen wir nun mit leichtem Schwindel im Niemandsland und hatten die Qual der Wahl: Chile oder Argentinien? Diese Grenzen werden wir uns auf dem Weg noch des öfteren überqueren. Read More


Bolivien II – Alle Farben

23.11. – 30.11.2016

Als besondere Herausforderung stellt sich in Bolivien das Tanken dar. Tankstellen haben in Bolivien oft keinen Sprit oder dürfen einfach nichts an Ausländer verkaufen. Sind beide Hürden überwunden, geht es um die Preisverhandlung. Ist eine Kamera installiert oder der Chef vor Ort, ist der dreifache Preis fällig. Dann hilft alles nichts und die nächste Tankstelle muss gesucht werden. Wenn die Schlange kilometerlang ist, Sprit da, Chef weg, wird gefeilscht und meist trifft man sich dann in der Mitte. In einem kleinen Nest hatten wir Glück und fanden wir bei einem Lebensmittelgeschäft Diesel zum Sonderpreis. 100 Liter in kleinen Kanistern –  Thorben hatte ordentlich zu schleppen und es dauerte eine ganze Weile bis der Kraftstoff den Besitzer gewechselt hatte – aber den Spass war es uns wert. Read More