05.05. – 18.05.2016

Eine kleine Bergstrasse führt in Richtung Grenze Nicaragua, und wie aus dem Nichts tauchte die Ausreisestation Honduras vor uns auf. Wie zu erwarten war, zog sich auch hier wieder alles in die Länge mit lauter irrsinnigen Vorgängen: Fahrzeugpapiere und Führerschein als Pfand abgeben. Das Ausstempeln der Pässe verlief relativ zügig, die Fahrzeug-Ausfuhr jedoch nicht. Dass Mittags wegen der Lunch-Time nicht gearbeitet wird und kein Zöllner verfügbar ist, haben wir schon an einer anderen Grenze mitbekommen. Also warteten wir 1 ½ Stunden um dann an einem unbeschrifteten Fenster zu klopfen, damit der Frosch auch aus dem Pass ausgestempelt wurde. Als wir sodann den Führerschein wieder abholen wollten, meinte der Grenzer er bräuchte noch eine Kopie vom Ausreisestempel. Kein Problem: Immerhin waren ja 3 Copy-Shops nebenan. Denkste. Die Zöllner waren fertig mit ihrem Mittagessen und alle 3 Ladenbesitzer fingen nun damit an ihre Teller zu leeren. Auf Ansprechen reagierte keiner, also auch hier wieder eine geschlagene Stunde warten, bis sich einer dazu aufraffte und die Kopien zu machen. Dazu kam noch, dass bei Manfred und Dagmar bei der Einreise nach Honduras das Kennzeichen falsch vermerkt wurde, und ihnen die Ausreise verweigert wurde. Sie sollten doch nochmal zurückfahren um das ganze ändern zu lassen. Ein freundlicher Helfer war wie aus dem nichts zur Stelle und siehe da, für 50 Dollar konnten sie dann doch ausreisen.

Wenn einen die Grenzen nicht schaffen, dann schafft man die Grenzen – vorausgesetzt man bringt Geduld, Ruhe und das nötige Kleingeld mit. Mit dem Führerschein in der Hand fuhren wir alle einige Meter weiter zur Fumigation auf nicaraguanischer Seite. Wir parken unsere Fahrzeuge in Reihe, verrammelten alle Fenster und stiegen aus. Mit dem Giftsprüher wanderte der vermummte Arbeiter herum und sprühte alles genauestens ein. Das kannten wir ja auch schon zu genüge.

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Was dann geschah, liess mir kurzzeitig die Gesichtszüge entgleisen. Er wechselte sein Arbeitsgerät und zur Hand nahm er etwas dass wie ein Laubbläser aussah. Dann öffnete er die Fahrertür und mit einem lauten Knall donnerte er eine Ladung Gift hinein. Als sich die riesige weisse Wolke verzogen hatte durften wir wieder einsteigen. Wir öffneten erstmal alle Fenster,die wir lächerlicherweise extra geschlossen hatten damit nichts von den Dämpfen hereinkommt, um das Ganze nun herauszulassen. Neugeborene, Asthmatiker: alles kein Problem. Vorschrift ist schliesslich Vorschrift und sooo ungesund ist das Zeugs nun auch wieder nicht meinten die Jungs mit den Giftspritzen.
Nachdem die Migration für Nicaragua abgeschlossen war, inspizierten die Zöllner kurz den Frosch damit wir mit dem unterschriebenen Formular den Laster einführen können. Und hier ging die Bürokratie los: Wir dachen immer dass Marcelo mit seinen 2 Motorrädern im Anhänger schikaniert wird, aber als die Dame am Schalter meinte, sie bräuchte Baujahr, Farbe und Marke der Fahrräder auf unserem Dach schaute ich verwundert. Im nächsten Satz meinte sie, ebenso für das Dreirad von Romy bitte. Da dies alles „Erholungs- und Freizeitfahrzeuge“ sind, müssten diese penibel vom Zoll erfasst werden! Die Farben der „Erholungsfahrzeuge“ war ja ersichtlich, Baujahr & Marke dachte ich mir einfach aus (hoffentlich werden diese nicht bei der Ausreise überprüft, könnte viel Geld und Zeit kosten!). Zum Schluss noch die obligatorische Versicherung und schon rollten wir nach knapp 6 Stunden Richtung Nicaragua.

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Nun konnten wir durchatmen. Eine wiedermal anstrengende Grenztortur überstanden und für die nächsten Wochen sollte es das auch erstmal gewesen sein. In nicht einmal einer Woche 4 Länder, 8 Grenzen. Das schlaucht und geht ins Geld: Ausreisegebühren, Einreisegebühren, Versicherungen, Helfer, Schmiergeld und jedesmal Verluste beim Geldtauschen für die neue Währung. Wir werden zwar morgens wieder aufwachen und erstmal überlegen wo wir sind, aber das wird sich dann nur noch auf den jeweiligen Ort beschränken und nicht auf das entsprechende Land.

Mit der Grenze betraten wir nicht nur ein neues Land, gefühlt eine ganze neue Welt. Grün war es, Bäume, Sträucher und Wiesen strahlten in satten Farben, und nicht ein Krümelchen Müll war zu finden. Wir fuhren nur wenige Kilometer und auf einer großen Wiese schlugen wir gemeinsam, neben einer Palapa, unser Lager auf.

Der Frosch zog es jedoch vor, 30 Meter weiter beim Wenden steckenzubleiben. Es hatte kurz zuvor wie aus Eimern geregnet und die leicht abschüssige Wiese war durchweicht. Nach einem Grenzmarathon genau das richtige. Statt erstmal zu entspannen noch stundenlang versuchen den Laster wieder herauszubekommen. Wir gruben uns leider immer weiter in den Matsch und schliefen die Nacht in Schräglage.

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Am nächsten Tag fing der Bauer an, die Wiese zu pflügen. Netterweise liess er genügend Platz für uns, um am späten Nachmittag wieder rauszufahren nachdem die Sonne alles ausgetrocknet hat.

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Direkt vom Acker wurden wir am frühen Vormittag mit einem Pickup zum Eingang der Somoto-Schlucht gefahren. Die Guides versicherten uns, dies sei mit Baby Levi machbar, also war ich mit am Start. Die ersten paar hundert Meter ging es easy auf einem Trampelpfad durch den Dschungel vorbei an einem Wäschebaum und einem Pferdefriseur

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Am Flussufer angekommen wurde es steiniger und nur kurze Zeit später mussten wir über Stock und Stein, beziehungsweise Felsen klettern. War auch noch im Rahmen.

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Dann baute sich die Schlucht über uns auf und der Fluss wurde breiter und tiefer.

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Hier kamen die Schwimmwesten zum Einsatz und dort brach ich ab. Ich rückwärts im Fluss treibend mit Levi in eine Plastiktüte gehüllt auf dem Bauch – das ging zu weit. Die restliche Truppe schwamm durch die Schlucht und verschwand hinter der nächste Biegung.

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Ein wenig enttäuscht jedoch auch erleichtert ging ich mit dem Guide zurück und wir liefen mehrere Kilometer in einer Affenhitze um den Canyon herum, um die anderen an einer breiten Stelle des Flusses, zwischen den 2 grossen Schluchten wieder abzupassen. Auf einer grossen Felsplatte machten wir es uns gemütlich, blickten auf die faulen Kühe am Ufer und die an der Bergkuppe sichtbare Grenze zu Honduras, bis am Horizont die Gruppe mit ihren bunten Schwimmwesten heraus leuchteten.

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Mittlerweile waren es 2 Uhr Mittags und ich ging davon aus, die angekündigte 4-Stunden- Tour ist vorbei und wir alle laufen zurück. Von wegen. Dort wartete ein Reifenschlauch auf mich, mit dem ich mit Levi über den Fluss treiben sollte. Ich überlegte wieder hin und her und entschied mich erneut dagegen, lief wieder mehrere Kilometer zurück zum Camp und schaffte es derweil, den Laster aus dem Acker zu fahren. Die anderen mussten von Fels zu Fels klettern, sich mehrere Meter tief ins Wasser abseilen, in Wasserlöcher springen, durch Stromschnellen schwimmen und wandern.

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Begeistert, erschöpft, pitschnass und ausgehungert waren gegen 16 Uhr alle wieder am Lager und ich erneut froh, auf mein Bauchgefühl gehört zu haben als ich die Geschichten hörte.

Wir fahren weiter Richtung Esteli, wo Landwirtschaft und Viehzucht  in der Gegend rund um die Stadt eine große Rolle spielen. Die sanften Berghügel werden zum grössten Teil als Anbaufläche für Tabak genutzt.

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Auf unserem Stellplatz ergriffen wir von einer Fliegeninvasion im Laster früh morgens die Flucht und versuchten unser Glück in der Stadt. Auch hier hielten wir es nicht lange aus – es war so heiss, dass es einem sogar die Schuhsohlen anschmolz.

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Nach der Hitze und Anstrengung der letzten Tage war definitv Abkühlung und Entspannung erforderlich. Die Kaffeeplantagen in den Bergen von Matagalpa bieten nicht nur ein angenehmes Klima, sondern auch eine wunderschöne, tropische Umgebung, mit vielen verschiedenen Wanderwegen.

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Der deutsche Auswanderer Jürgen hat sich hier ein kleines Paradies geschaffen und lässt uns auf seinem Grundstück ein paar Tage campen.  Ganz begeistert war er von unserem Frosch. Als er ihn sah, sagte er gleich voller Begeisterung, dass er auf diesen in seiner Jugend bei Demonstrationen Steine geschmissen hat. So verbrachten wir ein paar gemütliche Erholungstage auf der Finca und taten absolut nichts ausser durch die Kaffeeplantagen zu spazieren  und genossen die herrlichen Temperaturen von Tags 25 Grad und Nachts 15 Grad.

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Das kleine Örtchen Poneloya am Strand Las Penitas diente uns als Ausgangspunkt für die Touren der kommenden Tage. Trotz der Hitze war es angenehm, da ein ordentlicher Wind wehte. Baden war leider nicht möglich, die Wellen waren einfach zu gross und der Sog zu stark. Wir hatten das gesamte Hostel für uns alleine, und zum abkühlen diente uns die Wassertonne, da die Duschen nicht funktionierten.

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Nachdem Thorben seine Vulkanbesteigung in Guatemala bereits hinter sich gebracht hatte, war ich mit der Light-Version dran. Zusammen mit Daggi und Laura fuhren wir zum Cerro Negro: Vulkansurfen! Ein relativ junger Vulkan, der vor etwa 100 Jahren quasi über Nacht aus dem Boden gewachsen ist. Gerade einmal 800 Meter hoch, pechschwarz, aktiv.

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Am Fuße des Vulkans sattelten wir die Rucksäcke und die Sandboards, welche aus gefühlt aus rustikaler massiver Eiche gemacht waren und mit jeden gestiegenen Höhenmeter  1 Kilo schwerer wurden. Optisch kam es einer Kreuzigung nahe.

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Machten uns am Anfang die grossen Lavabrocken zu schaffen über die wir klettern mussten, war es später der feine Kieselsand, der uns immer wieder zurück rutschen liess. Je höher wir kamen, desto mehr blies uns der Wind um die Ohren. Eine angenehme Erfrischung bei dem schweisstreibenden Aufstieg, und hätten wir den Wind von Hinten gekommen statt von vorne wäre es auch eine Erleichterung gewesen. Drehte man den Rücken ein Stück zu sehr nach links oder rechts, erfassten einen die Windböen und rissen das Brett samt Anhang um 90 Grad herum. War es nicht schon anstrengend genug aufzupassen nicht von dem schmalen Pfad auf der Vulkanspitze heruntergeweht zu werden, tat sich mitten auf dem Weg eine noch riesige Ansammlung von Bienen auf, über die wir hinwegrennen mussten.

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Nach circa einer Stunde waren wir auf dem Gipfel angekommen und es breitete sich ein grandiose Aussicht vor uns auf. Vulkane ringsherum, riesige Lavafelder, unter uns der rauchende Krater.

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Dazwischen immer wieder grüne Flecken und oben ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken wie aus dem Bilderbuch.

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Ein Griff in den Boden und man verbrannte sich die Hände.

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Dann wurde es ernst. In unseren Rucksäcken befanden sich viel zu grosse bunte Overalls, Schutzhandschuhe und Brillen. Unser Guide gab uns eine Einweisung wie die Bretter zu benutzen sind, wie man die Balance hält, bremst und Gas gibt. Auf der 800 Meter langen Strecke, die ein Gefälle von 40 bis 45 Grad hat, können Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreicht werden – da sind Knochenbrüche und Abschürfungen nicht ausgeschlossen – also die Instruktionen unbedingt beachten.

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Ich setzte mich aufs Brett und musste erst einmal einige Meter anschubsen, bis ich ins Rutschen kam. Dann wurde es schneller und nach einer grossen Kuppel wurde es richtig steil und ich nahm rasant an Geschwindigkeit zu.

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Es machte einen Heidenspass, nur leider war es viel zu schnell vorbei. Unten angekommen putzten wir uns dann gegenseitig den Staub aus den Gesichtern, wir waren schwarz wie die Schornsteinfeger.

 

Am nächsten Tag fuhren wir ins nahe gelegene Leon. Diese Stadt raubt einem fast den Atem. Das liegt zum einem an der unglaublichen Schönheit und an der Hitze.  Hier ist es immer heiss. Und so voller Leben. Es macht Spass, einfach nur durch die Strassen zu spazieren und sich überraschen zu lassen.

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Immer wieder findet man dramatische politische Wandgemälde, die an die Revolutionskämpfe in 1978/1979 erinnern

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Kolonialbauten warten an jeder Ecke erkundet zu werden, die wunderbar zu Fuss zu erreichen sind. Mittelpunkt ist der Parque Central mit der Kathedrale Basilica de la Asuncion, die zugleich auch als grösste und älteste Kathedrale in Zentralamerika gilt.

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Wir erkundeten jedoch nicht das Innenleben, sondern stiegen dem weissen Bauwerk auf das Dach. Dafür ist etwas Detektivarbeit erforderlich: einmal um die Kirche laufen und die klitzekleine Tür finden, hinter der man die Eintrittskarten kaufen kann. Nachdem man die Ticketdame überzeugt hat, dafür auch würdig genug zu sein. Dann muss man wieder um die Kirche laufen bis man wieder eine kleine Tür findet, um die engen Stufen nach oben zu steigen. Hat man diese Hürde überwunden erwartet einen der Himmel auf Erden. Das Kuppeldach ist strahlend weiß – erst barfuss darf es betreten werden damit es auch weiterhin so bleibt. Mit einem Regenschirm bewaffnet betrat ich das Dach, anders wäre es bei der Hitze nicht auszuhalten gewesen.

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Der Ausblick auf die Kirchen in der Stadt, die vielen Vulkane und die Schäfchenwolken im blauen Himmel waren noch das I-Tüpfelchen zu dem Ganzen.  Zwischendrin musste ich immer mal wieder zum verschnaufen in den Treppenaufgang. Die Füsse brannten und meine Augen und Magen rebellierten aufgrund der Helligkeit.

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Vollbepackt mit grandiosen Eindrücken verliessen wir die Pazifikküste und begaben uns ins Zentrum des Landes. Über einsame Strassen, einer karger werdenden Landschaft und mit einem immer noch unglaublichem blau-weißen Himmel über uns erreichten wir den Vulkan Masaya.

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Den aktivsten Vulkan in Zentralamerika. So aktiv, dass er mehrere Wochen nicht zugänglich war. Wir hatten unglaubliches Glück, da er nur einen Tag zuvor wieder besucht werden konnte. Normalerweise kann dort auf dem Parkplatz übernachtet werden, war aber aufgrund der noch hohen Aktivität zu diesem Zeitpunkt nicht gestattet. Am Infocenter bekamen wir noch eine Einweisung und dann durften wir bis an den Kraterrand hinauffahren. Parken war nur in Fahrtrichtung erlaubt, damit man schnell wieder wegkommt wenn der Vulkan ausbrechen sollte. Eigentlich erwarteten wir nur einen rauchenden Schlund und waren komplett aus dem Häuschen, als wir die wild wogende, feuerrote Lava entdeckten.

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Haben wir doch schon so viel auf unserer Reise gesehen, aber das zählte zu den grandiosesten Erlebnissen. Lange währte das Vergnügen jedoch leider nicht, da auf Grund der giftigen Gase nur ein kurzer Aufenthalt erlaubt war und uns ein Wachmann höflich warnte, aus gesundheitlichen Gründen wieder zu fahren.

Übernachtet haben wir dann in der wunderschön gelegenen Lagune Apoyo, einem klaren Süsswasser-Kratersee nahe der Stadt Granada. Angeblich liegt hier der tiefste Punkt Zentralamerikas!

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Wir fahren weiter nach Granada, der ältesten Kolonialstadt in Nicaragua, die 1524 gegründet wurde und am Fuß des Vulkans Mombacho liegt. Wir finden einen sehr zentralen und kreativen Stellplatz beim Roten Kreuz und können von dort die Stadt gut zu Fuß erkunden. Wir bummeln durch den schönen Stadtkern und machen eine Stadtrundfahrt mit einer Pferdekutsche. Auch hier ist es unerträglich heiss, und nach nur kurzer Zeit verziehen wir uns in ein schattiges Restaurant und anschliessend in die nebenanliegende Eisdiele, von Abkühlung zu Abkühlung. Granada gefiel uns, es gibt sehr viele schöne restaurierte Kolonialgebäude, gemütliche Restaurants, kunterbunte Häuser und Traveller aus aller Welt. Mir hat jedoch das gewisse Etwas gefehlt – oder vielleicht lag es nur daran, dass ich mein Herz bereits an Leon verloren habe.

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In der Nähe von San Juan del Sur befinden sich die besten Surfstrände von Nicaragua. Wunderschöne kleine Buchten, die gar nicht so einfach zu erreichen sind. Über eine 30 Kilometer lange Schotterpiste fuhren wir an den Pazifik und fanden einen perfekten Platz direkt am Strand von Maderas.r (300)

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Gleich am nächsten Tag habe ich mir ein Surfbrett geliehen und mich in die wilden Wellen gestürzt. Es macht wirklich unglaublich Spass und bin froh, dass ich es endlich mal ausprobiert habe.

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Ein paar Tage später hiess es Abschied nehmen – vom Paradies und von Nicaragua. Die restliche Strecke führte uns kilometerlang am Lago de Nicaragua entlang, dem grössten Binnensee in Zentralamerika. Im See gibt es mehr als 400 Inseln, und auf Ometepe in der Mitte des Sees gelegen hatten wir einen traumhaften Ausblick. Ometepe besteht aus zwei Vulkanen und  Ausbrüche beider Vulkane haben dazu geführt, dass die ursprünglich zwei Inseln durch die Lavaströme zu einer einzigen Insel zusammengewachsen sind.

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Hier verbrachten wir eine herrlichen Tag mit Blick auf die beiden Vulkane und den grossen See und konnten noch einmal die vergangenen Wochen Nicaragua Revue passieren lassen. Das nach Haiti ärmste Land Zentralamerikas, das im Schatten vom reichen Nachbarn Costa Rica steht, sich aber keinesfalls dahinter verstecken muss. Das Land ist sehr abwechslungsreich und hervorragend zu bereisen, und die Nicas sind freundliche und herzliche Menschen.

Während wir hier in der Hitze überaus aktiv waren, haben sie es zu recht etwas ruhiger angehen lassen:

 

Ich wünsche diesem Land und vor allem den Menschen, die aufgrund der schlechten Wirtschaftslage neben geschichtlichen Faktoren auch durch häufige Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche leiden, einen Aufschwung, obgleich es sich seine Natürlichkeit behalten soll. In diesem Sinne: Hasta Luego Nicaragua! Bienvenidos Costa Rica!

 

 

 

 

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