Chile, das Seenland – Ein kleines Deutschland in Südamerika

22.12.2016 – 03.01.2017

Die Anden im Rücken, zukünftige Reisehöhe: Meeresniveau – dazu eine vierspurige Autobahn. Ergab in Kombination einen ungewohnt rasenden Frosch, der uns in nur einem Tag in den kleinen Süden von Chile beförderte.
Dort fühlten uns sofort heimisch. Es ist eine Gegend fast wie in Deutschland und man kann verstehen, dass viele Deutsche hierher ausgewandert sind. Frühlingswetter, bunte Blumen, grüne, saftige Wiesen, schwarz-weisse Kühe auf den Weiden, Werbeschilder für deutsche Agrarprodukte. In Deutschland zieht es uns ja eher in die Ferne, aber bei diesem Anblick kam nach über 1,5 Jahren in fremden Landschaften ein wenig Heimweh auf.
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Argentinien & Chile Norden II – Eispyramiden & Sternenzauber

12.12. – 22.12.2016

Unser Weg führte uns immer weiter an der Weinstraße entlang in Richtung Süden. Es wurde stetig heißer und staubiger – von den Trauben war bald keine Spur mehr. Dafür empfingen uns erneut die Anden mit ihren schneeweißen Bergrücken. Das einzige Lebenszeichen: Ein grüner Froschlaster, der einsam über die Ruta 40 rollte. Continue reading “Argentinien & Chile Norden II – Eispyramiden & Sternenzauber” »


Chile & Argentinien Norden I – Wüste und Wein

30.11. – 11.12.2016

Nahtlos geht Bolivien in Chile über. Keine natürliche Grenze trennt die beiden Länder voneinander, nur der willkürlich gezogenen Grenzstrich und mittendrin der mächtige Vulkan Licancabur. Wie von einem Vollwaschgang mit Staub und anschliessender Schleuderung mit Schotter standen wir nun mit leichtem Schwindel im Niemandsland und hatten die Qual der Wahl: Chile oder Argentinien? Diese Grenzen werden wir uns auf dem Weg noch des öfteren überqueren. Continue reading “Chile & Argentinien Norden I – Wüste und Wein” »


Bolivien II – Alle Farben

23.11. – 30.11.2016

Als besondere Herausforderung stellt sich in Bolivien das Tanken dar. Tankstellen haben in Bolivien oft keinen Sprit oder dürfen einfach nichts an Ausländer verkaufen. Sind beide Hürden überwunden, geht es um die Preisverhandlung. Ist eine Kamera installiert oder der Chef vor Ort, ist der dreifache Preis fällig. Dann hilft alles nichts und die nächste Tankstelle muss gesucht werden. Wenn die Schlange kilometerlang ist, Sprit da, Chef weg, wird gefeilscht und meist trifft man sich dann in der Mitte. In einem kleinen Nest hatten wir Glück und fanden wir bei einem Lebensmittelgeschäft Diesel zum Sonderpreis. 100 Liter in kleinen Kanistern –  Thorben hatte ordentlich zu schleppen und es dauerte eine ganze Weile bis der Kraftstoff den Besitzer gewechselt hatte – aber den Spass war es uns wert. Continue reading “Bolivien II – Alle Farben” »


Bolivien I – Priester, Hexen und Dynamit

12.11. – 23.11.2016

Wir befanden uns immer noch am Titicacasee, jedoch nun auf der Seite von Bolivien. Der Grenzübertritt war kurz und knapp, kaum eine Stunde dauerte die Prozedur für die Ausreise auf peruanischer Seite und die Einreise nach Bolivien. Nur wenige Kilometer weiter stellten wir den Motor bereits wieder ab –  wir hatten unseren ersten Stopp erreicht: Copacabana. Hier gibt es zwar keine Samba tanzenden Brasilianerinnen, dafür einen kleinen, hübschen Wallfahrtsort, sanft eingebettet zwischen den Bergen, direkt am Titicacasee. Continue reading “Bolivien I – Priester, Hexen und Dynamit” »


Peru II – Ein Maya bei den Inkas

18.10. – 11.11.2016

Zwischen Nasca und Cusco liegen 660 Kilometer, 3.000 Höhenmeter und ein mächtiger Pass mit einem endlosem Hochplateau von über 4.000 Metern. Nach mehreren Wochen auf Meeresniveau war unsere Höhenaklimation hinüber und das machte die Strecke zu einer Herausforderung. Ab 2.500 Höhenmetern sollte die Differenz zum letzten Übernachtungsstopp nicht mehr als 300 Meter betragen –  wenn man nicht die unangenehme Bekanntschaft mit der Höhenkrankheit machen möchte. Nach einem Serpentinenmarathon durch die Pampa verwandelte sich die schroffe, karge Berglandschaft in eine Weite aus Andengras. Den allmorgendlichen dichten Küstennebel hatten wir hinter uns gelassen; stattdessen strahlte bereits am frühen morgen die Sonne glasklar vom Himmel und weisse Schäfchenwölkchen bescherten uns ein phantastisches Panorama.
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Peru I – wüste Wüste

30.09. – 18.10.2016

Erst am späten Nachmittag verliessen wir das Grenzgelände. Dank der stundenlangen Militärzeremonie auf der ecuadorianischen Seite standen die Menschen an der Immigration schlange. Hinzu kam noch, dass die Beamten zwar einen Computer zur Bearbeitung hatten, aber anscheinend noch nicht lange. Mit einem „10-Finger-Suchsystem“ tippten die kurz vor der Rente stehenden Herren in gähnender Langsamkeit unsere Daten ein. Kurz vor Feierabend rollten wir müde durch die Schranke und Peru begrüsste uns mit unerwarteten Bildern. Continue reading “Peru I – wüste Wüste” »


Ecuador II – Die Strasse der Vulkane

 18.09. – 30.09.2016

Bei strahlendem Sonnenschein und keinem Schatten in Sicht verliessen wir den Äquator in Richtung Süden. In der Ferne thronte der mächtige schneebedeckte Cotopaxi, der mit seinen 5.897 Metern der höchste aktive Vulkan der Welt ist. Wegen Aktivitäten war der Zugang über mehrere Monate geschlossen und erst vor wenigen Wochen wieder geöffnet worden. Also nichts wie hin.
Wir quälten uns durch das Menschen- und Verkehrschaos von Ecuadors Hauptstadt Quito, der höchstgelegenen Landeshauptstadt der Welt, und je näher wir dem Vulkan kamen, desto mehr versteckte er sich hinter dunklen Wolken. Als wir den Nationalpark erreichten spielte das Wetter komplett verrückt: Es regnete, und dichter Nebel zog auf. Aber umkehren ging nicht, wir hatten Romy Schnee versprochen!
Die Strasse des Nationalparks ist super ausgebaut, wir passierten Lavafelder die in wogendes Gras überging auf dem wilde Pferde sich von Wind und Wetter nicht bei ihrer Futtersuche stören liessen. Mit zunehmender Höhe ging der Asphalt in ein Asche- und Geröllfeld über und Wind und Regen verwandelten sich in Wind und Schnee. Bis 4.400 Höhenmetern schraubten wir uns hinauf ins Winterwunderland, gönnten dem Frosch seine wohlverdiente Verschnaufpause und vergnügten uns währende der schneesturmfreien Phase in der weissen Pracht.
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Ecuador I – Bis zur Mitte der Welt

01.09. – 18.09.2016

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ließen wir Kolumbien hinter uns; ein Land von dem uns jeder Reisende vorschwärmte und dem wir uns 100-prozentig anschliessen können. Dennoch waren wir überaus gespannt, was uns in Ecuador, dem 12. Land unserer Reise erwartete. Über den obligatorischen, gut gefüllten Grenzfluss fuhren wir ins neue Abenteuer. Continue reading “Ecuador I – Bis zur Mitte der Welt” »